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Urlaub in Spanien - Sehenswürdigkeiten in Murcia

1.) Kathedrale in Murcia

Es dauerte mehrere Jahrhunderte, bis die Kathedrale de Santa Maria in Murcia zu der prächtigen Sehenswürdigkeit geworden war, die sie heute ist. Der Baubeginn war im Jahre 1394 und erst 73 Jahre später, 1467, konnte dieses sakrale Meisterwerk eingeweiht werden. Nach noch einmal zweihundert Jahren war der zweite Turm vollendet. Einen barocken Blickfang stellt die Hauptfassade dar, deren Fertigstellung in das Jahr 1754 fällt. Fast vierhundert Jahre Bauzeit haben beeindruckende, stilepochale Spuren hinterlassen. Allein die 23 Kapellen, die dem Innern der Kathedrale eine faszinierende Atmosphäre verleihen, entstammen der Spätgotik, dem Barock und der Renaissance. Im südlichen Seitenschiff befindet sich die schönste Kapelle. Sie wurde von Jeronimo Quijáno erbaut, einem spanischen Architekten und Bildhauer aus dem 16. Jahrhundert, der auch die Verkleidung der Portada de la Antesaristiá im nördlichen Seitenschiff schuf, durch die man zur Sakristei gelangt. Bemerkenswert ist auch die Capilla de los Vélez, eine Familiengrabstätte, mit ihrem figuralen und floralen Zierwerk, die mit ihrer hohen Kuppel den arabischen Einschlag widerspiegelt. Im Kreuzgang sowie im Kapitelsaal der Kathedrale ist ein Museum untergebracht, das täglich geöffnet hat und zu dessen wertvollsten Schätzen ein römischer Sarkophag, drei Skulpturen des aus Murcia gebürtigen Bildhauers Francisco Salzillo und eine goldene Monstranz aus Toledo zählen.

2.) Casino in Murcia

Das Royal Casino de Murcia, eines der berühmtesten Gebäude der Stadt, nahe der Kathedrale, in der Fußgängerzone der Altstadt, ist der Sitz sozialer Institutionen und der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens wohlhabender Bürger. Es ist, genau genommen, ein privater Eliteclub. Das Casino wurde 1847 eröffnet und erstrahlte nach seine Sanierung, 2006 bis 2009, in ungetrübtem Glanz. Eine beeindruckende Inneneinrichtung, Einflüsse unterschiedlicher künstlerischer Strömungen und meisterhafte Handwerkskunst, geben dem Bauwerk etwas von einem Märchenpalast. Selbstverständlich genießen die Mitglieder alle Vorteile eines solchen Clubs in exklusiver Qualität; sei es in er British Library, dem Billardsalon oder dem Ballsaal. Das Erdgeschoss und einige Räume sind öffentlich zugänglich und schon die Eingangshalle lässt den Besucher vor Staunen verstummen. Die Kassettendecke, in der sich neobarocke Elemente mit Holz, Glas und Marmor vereinen, ist von erstaunlicher Farbenpracht. Der Haupteingang wird von den so genannten Fischglasfenstern flankiert, ähnlich einem Aquarium, die den Blick ins Innere gestatten, wenn Kaffeekränzchen oder Stammtischrunden abgehalten werden. Unbedingt erwähnt werden muss der arabische Innenhof. Geschmückt mit 35.000 Blattgoldlamellen, ist er inspiriert vom Alhambra in Granada und von unglaublicher Schönheit. Doch der wohl prächtigste Raum des Hauses ist der Ballsaal. Im Royal Casino de Murcia vereinen sich Prunk und Stil zu einem bezaubernden Ganzen.

3.) Jardín de San Estebán

Der Jardin de San Estebán liegt in unmittelbarer Nähe des Regierungssitzes der Region Murcia, des Palastes von San Estebán und der gleichnamigen Kirche. Der Jardin, also der Garten, ist heutzutage das arabische Viertel – auch wenn diese Benennung nicht ganz amtlich ist. Doch ein ganzes Stadtviertel, das von der arabischen Besiedlung Murcias erzählt, war freigelegt worden! Es wird in die Zeit des 13. Jahrhunderts datiert. Ein phänomenaler Fund! Eigentlich gingen die Bemühungen der örtlichen Behörden dahin, das Parkplatzproblem zu lösen durch den Bau eines entsprechenden Hauses. Die Vermutungen, unter dem Jardin gäbe es archäologische Schätze, waren der Anlass für massive Proteste und Petitionen gegen eine Tiefgarage. Letztendlich hatte man 2009 begonnen zu graben. Und da geschah das Wunder! Straßenzüge, Häuser, Reste von Wohnungen und eine Moschee, kamen endlich wieder ans Licht. Begeisterte Archäologen traten auf den Plan. Die Stadtverantwortlichen beharrten weiter auf ihrer Entscheidung für das Parkhaus. Die Ruinen seien angeblich nur von geringem Wert und nicht von kulturhistorischem Interesse. Mahnwachen, die sich um die Rettung der historischen Schätze bemühten, waren so lautstark, dass der Protest in Madrid Gehör fand und die Hauptstadt befand, dass es sich durchaus um eine bedeutende, kulturelle Entdeckung handle. Nun haben die Ruinen einen Parkplatz.

4.) Berg Monteagudo

Weithin sichtbar ist der Monteagudo, ein Berg, der zur gleichnamigen Region nahe Murcia gehört. Auf ihm steht die große Christusstatue. Eine alte Burg aus der Maurenzeit ist dort das Fundament für dieses berühmte, und über die Landesgrenzen hinaus, bekannte Monument, ähnlich dem in Rio. Christus scheint das Tal zu überblicken. Das Denkmal ist ein sehr beliebtes Fotomotiv und es wird als ein Zeichen der Vergebung angesehen. Die Statue ist 14 Meter hoch. Im Jahre 1951 wurde sie von Nicolas Martinez, einem spanischen Künstler, erschaffen. Allerdings ist sie schon die zweite ihrer Art, denn das ursprüngliche Christusdenkmal, das 1926 erbaut worden war, fiel den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges zum Opfer, der von 1936 bis 1939 andauerte und während dieser Zeit auch zur Zerstörung der Statue unrühmlich beigetragen hatte. Noch einmal geriet sie in die Schlagzeilen, nämlich als der spanische Juristenverband seine Demontage forderte. Er hatte sich auf die verbürgten Grundrechte berufen und sah die Statue als Verstoß gegen die Religionsfreiheit und als Provokation an. Doch noch – und das ist unstrittig - genießt der überragende Christus sehr viel Aufmerksamkeit, nicht nur durch die Bewohner der umliegenden Gemeinden, sondern auch durch die Touristen, die sich den Anblick dieser Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen.

5.) Innenhof des Klosters Santa Clara

Mitten in Murcia befindet sich das Kloster Santa Clara, das nicht nur ein bedeutendes Baudenkmal ist, sondern auch einer der wichtigsten kulturellen Anziehungspunkte bezüglich der Geschichte der Stadt und ihrer gleichnamigen Region. Das Kloster Santa Clara schließt neben dem Museum auch die architektonischen und archäologischen Überreste eines arabischen Königspalastes aus dem 13. Jahrhundert ein, jener Zeit, da Murcia noch nicht spanisch gewesen war. Diese Nachlässe, die im Innenhof zu sehen sind, spiegeln die Vergangenheit über viele Jahrhunderte wider, so wie es die verschiedenen Ausstellungen, die es im Museum zu bestaunen gibt, gleichfalls anschaulich vermitteln. Eine Dauerausstellung beschäftigt sich mit den Wandlungen in der Kultur und der religiösen Gemeinschaft. Es werden außerdem Fundstücke gezeigt, die detailliert von der islamischen Besiedlung der iberischen Halbinsel zeugen. Das Gebäude, das einst für die muslimischen Könige im 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde, später Festung für die kastilischen Königen war und seit 1365 königlicher Orden der Heiligen Clara, weist auf die wichtige, politische Position Murcias hin. Es ist bis heute in Europa mehr als nur eine historische Notiz. Es erzählt von einer Stadt, die als Hauptstadt eines großen Gebietes auch eine bedeutende Schutzfunktion für die Region hatte und dessen Innenhof das Herz von Murcia ist.

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