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Urlaub in Spanien - Sehenswürdigkeiten in Madrid

1.) Palacio Real

Das Madrider Staatsschloss Palacio Real im Zentrum der spanischen Hauptstadt wurde durch den König Phillip V. in Auftrag gegeben, der sich ähnlich wie andere europäische Herrscher einen barocken Prunkbau wünschte. So wurde auf dem Gelände des ehemaligen maurischen Burgschlosses, das bei einem Brand 1734 zerstört wurde, ein Bau errichtet, der in Europa seinesgleichen sucht. Das ernste und monumentale Ensemble besticht vor allem durch seine architektonische Schönheit und schlichte Harmonie. Dem aufmerksamen Betrachter der hochbarocken Fassade werden überraschende Details auffallen, so zum Beispiel auf der oberen Balustrade die Figuren der alten Inka- und Aztekenherrscher zwischen den Statuen spanischer Könige. Das Innere des Königspalastes weist in den Räumen erlesene Dekorationen auf, die dem Geschmack der jeweiligen Herrscher geschuldet sind. So findet man die unterschiedlichsten Stile vom Barock bis zum Klassizismus vor. Selbst alte maurische Traditionen wurden aufgegriffen. Der Königspalast ist zwar offizieller Sitz der spanischen Königsfamilie, wird von ihr aber nicht mehr bewohnt und nur noch zu Repräsentationszwecken oder Staatsempfängen genutzt. Er trägt teilweise musealen Charakter und ist der Öffentlich zugänglich. Zahlreiche Gemälde der großen Meister, eine der größten Waffensammlungen der Welt, das eindrucksvolle Treppenhaus, Spiegelgalerie, Schlosskapelle und ein bewundernswerter Schlossgarten haben das Schloss zu einem Touristenmagneten gemacht, in dem ein Stück spanischer Geschichte zu entdecken ist.

2.) Plaza Mayor

Der größte Platz, wie Plaza Mayor übersetzt wird, war ursprünglich nichts anderes als ein unbefestigter Marktplatz außerhalb der Stadtmauern Madrids. Das zählte damals keine 10.000 Einwohner und war eher unbedeutend. Erst 1580, nachdem Phillip II. beschlossen hatte, seine Residenz in das Zentrum der iberischen Halbinsel zu verlegen, bekamen sowohl Platz als auch Stadt die Bedeutung, die sie heute noch haben. 1590 wurden die ursprünglichen Bauten rund um den Platz abgerissen, neue gebaut und 1619 war die Plaza Mayor fertig gestellt. Nach dem Willen des Königs sollten hier alle wichtigen höfischen Feste stattfinden und natürlich die beliebten Stierkämpfe ausgetragen werden. Im Verlaufe ihrer Geschichte sah die Plaza Mayor jede Art von Spektakeln angefangen von Handelsmärkten über Stierkämpfe und Fußballspiele, Ausstellungen, Konzerte bis hin zu Hinrichtungen im dunklen Zeitalter der Inquisition. Dabei hatten und haben die Bewohner der umstehenden Häuser von den insgesamt 237 Balkonen, die sich allesamt auf der dem Platz zugewandten Seite befinden, den wohl besten Ausblick auf sowohl die Großereignisse als auch das tägliche Treiben. Besonders von Touristen wird die Plata Mayor geschätzt und bewundert. Restaurants, Lokale und Geschäfte laden zum Bummeln ein und die Plaza Mayor ist einfach nur ein Ort, an dem man in der Sonne sitzen und das Wetter genießen kann.

3.) Templo de Debod

Nur wenige der altägyptischen Kunstschätze befinden sich heute außerhalb Ägyptens. Einer davon ist der Tempel von Debod, der sich heute in einer der schönsten Parkanlage Madrids befindet. Die Geschichte, wie und warum er nicht mehr in Debod steht, ist abenteuerlich und beinhaltet ein kleines Wunder. Der Bau des Assuan-Staudamms in Ägypten hatte seine Schattenseiten. Zahlreiche der Baudenkmäler der alten Ägypter liefen Gefahr, in den Fluten des angestauten Wassers zu versinken. So startete die UNESCO eine einzigartige Rettungsaktion, an der sich auch Spanien beteiligte. Als Dank dafür schenkte ihm die ägyptische Regierung den Tempel von Debod, der vorher bereits in seine Einzelteile zerlegt und auf der Elefanteninsel in Sicherheit gebracht worden war. Er erreichte 1970 Madrid und wurde hier Stück für Stück wieder aufgebaut, restauriert und verloren gegangene Stücke nachgebaut. Um die klimatischen Verhältnisse dem ehemaligen Standort nachzuempfinden, legte man einen kleinen Teich entlang der drei Eingangsportale an und installierte im Tempel eine Klimaanlage. Die Kapelle als ältester Tempelbereich befindet sich so in seinem ursprünglichen Zustand. Sie ist mit Szenen aus dem Leben des Königs verziert, die seine Verehrung der Götter darstellen. Der Tempel ist seit 1971 öffentlich zugänglich und stellt das älteste Baudenkmal von Madrid dar. Er wurde in seiner ursprünglichen Lage in Ost-West-Richtung wieder aufgebaut.

4.) Almudena Kathedrale

Almudena Kathedrale Der Name der Almudena-Kathedrale in Madrid stammt von der Schutzpatronin der Stadt ab, deren Bildnis der Legende zu Folge vor den herannahenden Muslimen in Sicherheit gebracht wurde. Über den Bau einer Kirche dachte man bereits im 16. Jahrhundert nach, allerdings dauerte es noch bis 1870, ehe das Geld für den Bau zusammen getragen war. Und auch dann ging es nicht reibungslos ab, so dass die Kathedrale erst 1993 fertig gestellt war. Sie weist damit eine Bauzeit von immerhin über 100 Jahren auf, was sich teilweise in ihrem Baustil widerspiegelt. Begonnen wurde damals mit dem Bau der neo-romanischen Krypta, beendet wurde die Kathedrale so, dass sie eine architektonische Einheit mit dem Königspalast bildet. Die Weihe der Kathedrale erfolgte durch den damaligen Papst Paul II. und anlässlich der Hochzeit des spanischen Thronfolgers 2004 wurden die knallbunten Deckenfresken im Inneren fertig gestellt, die der Kathedrale prompt Kritik einbrachten. Das Innere des kirchlichen Bauwerkes ist außergewöhnlich hell und modern gestaltet. In der unterirdischen Krypta befinden sich die Grabstätten und Privatkapellen zahlreicher wohlhabender Bürger Madrids und Adliger. Die Hauptfassade krönen vier Heiligenskulpturen und die weithin sichtbare Kuppel wird durch die Figuren der zwölf Apostel flankiert.

5.) Real Sitio San Lorenzo de El Escorial

Die Schloss- und Klosteranlage Real Sitio San Lorenzo de El Escorial wird von den Spaniern der Einfachheit halber nur Escorial genannt und befindet sich etwa 45 Kilometer von Madrid. Die Spanier bezeichnen diese Anlage stolz auch als ihr achtes Weltwunder. Gebaut wurde das Gebäudeensemble im 16. Jahrhundert auf Veranlassung Phillip II. Mit diesem gigantischen Bau wollt er zum einen die Prestigestellung, die Spanien durch seine Eroberungen und Entdeckungen in der Welt inne hatte, unterstreichen. Zum anderen erfüllte er damit einen Schwur, dem heiligen Laurentius ein Gebäude zu widmen, das zugleich Residenz und Kloster war. So entstand eines der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Spaniens aus seinem Goldenen Zeitalter. Das Areal ist riesig und es fällt schwer, sich vorzustellen, wie man sich in 16 Höfen, 12 Kreuzgängen und 86 Treppenaufgängen nicht unweigerlich verirrt. Die gewaltige Größe wirkt allerdings wegen des nüchternen und einfachen Stils weit weniger imposant auf den Besucher, als man das bei einer Länge von 207 Metern und einer Breite von 161 Metern vermuten dürfte. Die majestätische Anlage steht zudem in einem beeindruckenden Kontrast zu der herben und wilden Landschaft, in die sie hinein gebaut wurde. Der Gebäudekomplex umfasst neben dem eigentlichen Palast und der Kirche eine Bibliothek mit etwa 40.000 Büchern sowie ein Architektenmuseum, in dem die Geschichte der Bauarbeiten geschildert wird.

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