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Urlaub in Spanien - Sehenswürdigkeiten in Kantabrien

1.) Höhle von Altamira

Die für ihre steinzeitlichen Malereien weltweit bekannte Altamirahöhle befindet sich zwei Kilometer entfernt von der Stadt Santillana del Mar in Kantabrien. Sie wurde ab ca. 16.000 v. Chr. genutzt, bis sie schließlich etwa 11.000 v. Chr. einstürzte, was eine weitere Nutzung unmöglich machte. Die Höhle weist bei einer unregelmäßigen Form eine Größe von ca. 5500 Quadratmetern auf. Die Länge beträgt etwa 270 Meter, bei einer Höhe von zwei bis sechs Metern. Neben der von außen beleuchteten Vorhalle unterteilt sich die Höhle von Altamira zudem in eine Galerie und einen Seitenraum. Sie wurde im Jahre 1868 zufällig entdeckt. Bei sich anschließenden Ausgrabungen blieben die Höhlenmalereien jedoch für elf Jahre zunächst verborgen. Nach Entdeckung der Malereien wurden diese allerdings als Betrug abgetan und erst im Jahre 1902 als prähistorischer Fund wissenschaftlich anerkannt. Die Höhle enthält etwa 930 Bilder, die zumeist in der Eiszeit lebende Tiere (Bisons, Wildschweine, Hirschkühe und ein Pferd) in verschiedenen Größen und Haltungen darstellen. Die größte Abbildung ist eine 2,25 Meter große Hirschkuh. Auch einige abstrakte Zeichen konnten entdeckt werden. Die Bilder wurden mit braunen, gelblichen und roten Ockerfarben, Kohleschwarz und schwarzer Manganerde gemalt und weisen unterschiedliche Techniken auf. Aufgrund von Schäden, die durch die warme Atemluft von Besuchern entstanden, ist die Höhle seit 1979 nicht mehr für die Allgemeinheit zugänglich. Um jedoch dem Interesse der Öffentlichkeit gerecht zu werden, wurde die Höhle exakt vermessen und originalgetreu nachgebildet. Der Nachbau befindet sich etwa 500 Meter von der historischen Höhle von Altamira, die 1985 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde, entfernt.

2.) Santo Toribio de Liebana

Santo Toribio de Liebana ist ein im gotischen Stil und strenger Schlichtheit erbautes Kloster aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich in der autonomen Gemeinschaft Kantabrien, im Bereich der Picos de Europa, im Norden Spaniens. Ursprünglich trug das Kloster im 8. Jahrhundert den Namen San Martín de Turieno und beherbergte unter anderem den berühmten kantabrischen Schriftstellers Beatus von Liebana, der hier seine Werke verfasste. Das Kloster wurde an gleicher Stelle errichtet, an der sich zuvor ein romanischer Bau und einige Wallfahrtskapellen befanden. Die Kapellen glichen einfachen Höhlen und sind in Resten noch heute erhalten. Als signifikantestes Merkmal des Klosters gilt die Barockkapelle, die durch die "Puerta del Perdón" zu betreten ist und in der sich das "Lignum Crucis", ein reich verziertes Kreuz, befindet. In diesem wird, der Überlieferung nach, das größte Stück vom Kreuze Christi aufbewahrt. Auch aufgrund dieser Kreuzreliquie, die zum Teil berührt werden darf, gilt Santo Toribio de Liebana als wichtiges Wallfahrtsziel vieler Christen und erhielt durch den Papst das Recht, ein heiliges Jahr auszurufen. Dieses findet statt, wenn der Festtag des heiligen Toribio (16. April) auf einen Sonntag fällt. Der Eintritt in das Kloster ist kostenfrei. Zudem werden in den Monaten Juli und August, in der Karwoche, an den Wochenenden im Juni und September, sowie an Weihnachten, tägliche Führungen angeboten.

3.) Villa Quijano

Die Villa Quijano ist ein vornehmlich aus Backstein und Keramik errichtetes dreistöckiges Gebäude des katalanischen Architekten Antoni Gaudi. Sie wurde von 1883 bis 1885 erbaut und befindet sich in der Ortschaft Comillas, etwa 40 km westlich von Santander gelegen. Somit ist die Villa eines der wenigen Bauwerken des herausragenden Vertreters des Modernisme Català, das dieser außerhalb Barcelonas erschuf. Die Ausführung von Gaudis Architekturplänen wurde durch dessen Studienfreund Cristóbal Cascante übernommen. Gaudi selbst soll das Bauwerk, vermutlich aufgrund von Differenzen mit dem Auftraggeber, nie zu Augen bekommen haben. Die Villa Quijano wurde ursprünglich als Sommerlandhaus für den vermögenden Geschäftsmann Don Máximo Díaz de Quijano im Mudéjar-Stil erschaffen. Auffällig ist die Gestaltung des Gebäudes mit einer Vielzahl von Sonnenblumenmustern, sowie der zylinderförmige Aussichtsturm über dem Eingangsportal. Eine Besichtigung der Villa Quijano, die auch unter der Bezeichnung El Capricho ("Die Laune") bekannt ist, ist nicht mehr möglich. Der Aufenthalt im Inneren des Gebäudes ist heutzutage lediglich in einem dort untergebrachten Restaurant möglich. Das Betreten der ursprünglichen Wohn- und Aufenthaltsräume der Villa ist untersagt.

4.) Ruinen der Römerstadt Juliobriga

Die Stadt Juliobriga wurde nach Ende der Kantabrischen Kriege durch den römischen Imperator Augustus gegründet und befindet sich im kantabrischen Retortillo. Die einst abgabepflichtige Stadt gilt heute als archäologische Fundstätte, in der demzufolge jahrelange Ausgrabungen durchgeführt wurden und stammt aus der Zeit der Romanisierung (v. Chr.). Juliobriga wurde auf den Grundmauern einer alten iberischen Burganlage begründet. Durch die Erbauung der Stadt versuchte Augustus die gerade besiegten Dörfer im Norden der Iberischen Halbinsel zu romanisieren. Die Gründung Juliobrigas, deren Stadtname in der Übersetzung "von Julius befestigte Stadt" bedeutet, ging zu Ehren von Kaiser Julius Cäsar, dem Adoptivvater Augustus'. Die Ruinen sind für Besucher zugänglich gemacht und können zu Öffnungszeiten gegen ein geringes Entgelt besichtigt werden. Für Kinder bis zwölf Jahre gilt ein ermäßigter Tarif. Montags und dienstags ist die Ruinenstätte geschlossen.

5.) Kathedrale "Nuestra Senora de la Asuncion" in Santander

Die in Santander gelegene "Nuestra Senora de la Asuncion" wurde einst im 8. Jahrhundert als Abtei erbaut und wurde schließlich im 13. Jahrhundert zu einer Stiftskirche. Erst im 18. Jahrhundert wurde das imposante Bauwerk zur Kathedrale ernannt. Der Grundriss besteht aus drei Schiffen mit jeweils vier Abschnitten. Das wesentliche Kennzeichen dieser Kathedrale ist ihr quadratischer Kreuzgang mit Spitzbogenwerk. Das Kreuzbogengewölbe ist mit Spitzbögen auf kreuzförmigen Pfeilern erbaut. Das Chorhaupt besteht aus drei vieleckigen Kapellen. Die Kathedrale ist nicht geschmückt. Im Inneren können Besucher ein bekanntes Werk von Victorio Macho, das Mausoleum des Philosophen Marcelino Menendez Pelayo (1856 - 1912), besichtigen. Ferner befindet sich innerhalb der Kirche eine Christus-Krypta aus dem 13. Jahrhundert mit Ausgrabungen aus der Römerzeit, die unter Glas ausgestellt werden. Die Kathedrale ist frei zugänglich und kann durch Besucher unentgeltlich bewundert werden. Nach vorheriger telefonischer Anmeldung werden auch Führungen zu den Öffnungszeiten angeboten. Während der Gottesdienste sind keine Besuche möglich.

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